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In einer Arbeitsgruppe des Schulausschusses wurden Ergebnisse erzielt, die der Rat der Stadt am 18. Juli 2007 in einem Grundsatzbeschluss zusammengefasst hat.
Bis zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 werden sechs Grundschulen aufgehoben und ein neuer Standort in der Rheinstraße eingerichtet. Weiterhin werden die beiden katholischen Grundschulen an einem Standort zusammengefasst.
In der Südstadt wurden die Grundschulen Allerstraße und Oldeoogeschule sowie in Heppens die Grundschule Kathrinenfeld zum Schuljahresende 2007/2008 aufgehoben. Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 am 21. August öffnete die neue Grundschule Rheinstraße ihre Tore. Sie ist die Grundschule der Südstadt, erreichbar von Ost und West, groß genug für ein differenziertes Angebot, aber auch für Aktivitäten im Stadtteil.
Der Grundschule Mühlenweg wurde zum Schuljahr 2008/2009 zu 90 % der Einzugsbereich der ehemaligen Grundschule Kathrinenfeld zugeordnet.
Zum 1.8.2009 wurden die Grundschulen Neuende und Neuengroden geschlossen.
Der Einzugsbereich der Grundschule Neuende wurde an der Bismarckstraße / Oldenburger Straße geteilt und südlich davon der Grundschule Peterstraße, nördlich davon der Grundschule Wiesenhof zugeordnet.
Der Einzugsbereich der Grundschule Neuengroden wurde auf die Grundschulen Altengroden, Kirchreihe, Mühlenweg und Rüstersiel verteilt. Die Grundschule Altengroden wurde dadurch auf Zwei- bis Dreizügigkeit stabilisiert, lediglich einige wenige Straßen werden den Grundschulen Mühlenweg und Kirchreihe zugeordnet ( der Bereich südlich der Nordseestation ). Die Eltern aus dem Einzugsbereich der Ganztagsschule Rüstersiel haben die Möglichkeit, wahlweise die Ganztagsschule mit dem speziellen Angebot zu wählen. Wird dies nicht gewünscht, ist die Grundschule Altengroden die zuständige Grundschule.
Die Zusammenlegung der beiden katholischen Grundschulen Ansgarischule und Elisabethschule ist im Gegensatz zum Grundsatzbeschluss vom Juli 2007 erst zum 01.08.2010 erfolgt. Der hierfür erforderliche Ratsbeschluss wurde am 21.10.2009 gefasst. Der Einzugsbereich der Schule ist das gesamte Stadtgebiet. Die Bekenntnisschule in Trägerschaft der Stadt Wilhelmshaven führt ab dem 01.08.2011 den Namen Katholische Grundschule St. Martin.
Die Grundschule Albrechtstraße im Norden der Stadt ist zum Schuljahr 2010/2011 aufgehoben worden. Der Einzugsbereich wurde südlich der Preußenstraße der Grundschule Finkenburgschule, nördlich der Preußenstraße der Grundschule Voslapp zugeordnet. Die bestehenden Klassen werden im Klassenverband an der Grundschule Finkenburgschule zu Ende beschult.
Nach Umsetzung der Ratsbeschlüsse und Genehmigung durch die Landesschulbehörde werden dann noch 12 Grundschulen durch den Schulträger Stadt Wilhelmshaven angeboten, davon eine teilweise gebundene Ganztags-Grundschule in Rüstersiel und eine offene Ganztags-Grundschule in Altengroden, die Grundschule Hafenschule mit dem Schulzweig für Integration und Körperbehinderten-Beschulung sowie die Katholische Grundschule St. Martin.
Nach der Schulstrukturreform 2004 sind erhebliche Rückgänge bei den Anmeldezahlen der Hauptschulen zu verzeichnen. Die beiden Hauptschulstandorte Heppens und Bremer Straße waren aufgrund der räumlichen Nähe nicht weiter nebeneinander aufrecht zu erhalten. Beide Schulen hätten nur noch einzügig weiter geführt werden können. Im Arbeitskreis Weiterführende Schulen wurde die Thematik ausführlich erörtert. Das Votum aller Beteiligten zur Aufhebung der Hauptschule Heppens war einstimmig. Das nach Niedersächsischem Schulgesetz vorgeschriebene Beteiligungsverfahren mit dem Stadtelternrat und dem Stadtschülerrat ist abgeschlossen. Der Rat der Stadt hat die Aufhebung der Hauptschule Heppens unter Beteiligung der Fachausschüsse zum 1.8.2009 beschlossen. Die SchülerInnen der Hauptschule Heppens werden in den Klassenverbünden am Standort der Hauptschule Bremer Straße zu Ende beschult.
Der Schulträger Stadt Wilhelmshaven wird somit zukünftig noch 2 Hauptschulen anbieten: die Hauptschule Nogatstaße mit dem Schulzweig für Integration und Körperbehinderten-Beschulung im Stadtnorden und die Hauptschule Bremer Straße als offene Ganztagsschule in der Stadtmitte.
Die Förderschulen Wassserturmschule mit dem Schwerpunkt Lernen in der Stadtmitte und die Förderschule Herbartschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache im Stadtnorden decken die erforderlichen Kapazitäten ab.
Der Schulträger Stadt Wilhelmshaven hat bereits im Jahr 2000 die Weichen für die Zukunft des Realschulangebotes gestellt. Mit der Aufhebung der Helene-Lange-Schule werden seit dem 1.8.2001 in der Stadtmitte die Freiherr-vom-Stein-Schule und im Stadtnorden die Marion-Dönhoff-Schule vorgehalten. Die Marion-Dönhoff-Schule wird seit dem 1.8.2009 als offene Ganztagsschule geführt.
Die Zusammenlegung der Gymnasien in städtischer Trägerschaft, Gymnasium am Mühlenweg und Käthe-Kollwitz-Gymnasium, wurde durch Ratsbeschluss vom 17. Juni 2009 beschlossen. Die Entscheidung über den Standort ist nach einem Architektenwettbewerb für das Karee Mühlenweg, Schellingstraße und Freiligrathstraße gefallen. Baubeginn ist der Mai 2011. Neben der Sanierung der Altgebäude werden zusätzlich 2 Anbauten und eine Sporthalle entstehen. Schulbeginn im "Neuen Gymnasium Wilhelmshaven" soll der 1.8.2013 sein.
Die Integrierte Gesamtschule ist ein struktursicherer Bestandteil des schulischen Angebotes in der Stadt. Die IGS wird 6-zügig geführt. Ein Losverfahren zur Aufnahme an dieser Schule ist stets erforderlich. Die Prognose für die Zukunft sieht keine Änderung vor. Dies wird sich auch durch die Errichtung einer IGS in Friesland nicht ändern.
Die bereits vor Jahren avisierte Campus-Lösung der beiden Berufsbildenden Schulen, Berufsbildende Schulen 1 und Berufsbildende Schulen Friedenstraße, ist durch die Entscheidung für den Gymnasial-Standort im Karee Mühlenweg / Freiligrathstraße / Schellingstraße, vorgegeben. Unter Einbeziehung des Gebäudebestandes des dann ehemaligen Käthe-Kollwitz-Gymnasiums wird die Berufsbildende Schule 1 auf dem Campusgelände integriert werden. Dazu sind in der Folgezeit Raumplanungen notwendig, die in einer Projektgruppe erarbeitet werden müssen.
Neben den innerstädtischen Überlegungen des Schulträgers sind auch die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit den Landkreisen Friesland und Wittmund zu einer Regionalisierung des Berufsbildenden Schulwesens mit einzubeziehen.Die räumliche Zusammenlegung der Berufsbildenden Schulen auf einem Campus im Areal Friedenstraße / tom-Brok-Straße könnte zum Schuljahr 2015/2016 erfolgen. Ob organisatorisch eine Zusammenlegung erfolgt wird sich im Laufe des Prozesses ergeben.